18. Oktober 2026 | 14:00

Meet & Greet mit einem Cembalo

Vorführung & Workshop
Peter Waldner

Meet & Greet mit einem Cembalo
Vorführung und Workshop
18. Oktober 2026 | 14:00

ergänzend zum Konzert um 11:00: 
"Aufs Lautenwerk" Mit Musik von J. S. Bach
(Hier Klicken zur eigenen Veranstaltungsseite)

Peter Waldner, Cembalo


 


Gestatten: Cembalo!

Es gibt diese Instrumente, deren Name allen ein Begriff ist, mit dem alle mehr oder weniger konkrete (Klang-)Vorstellungen verbinden, und denen man doch kaum einmal in freier Wildbahn begegnet – und die gerade deshalb beinahe sagenumwoben sind. Zu diesen Instrumenten gehört auch der "ältere Onkel" unseres modernen Klaviers, das Cembalo. Ein bedeutender Teil der heute geläufigen Klavierliteratur ist für dieses Instrument oder zumindest in Gedanken daran geschrieben worden; noch die ersten Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, die 1795 veröffentlicht wurden, tragen den Untertitel "Für Cembalo oder Fortepiano". Dennoch begegnet das Instrument heute nur selten im üblichen Konzertbetrieb.

Der Innsbrucker Cembalist Peter Waldner, ein Experte der Historisch informierten Aufführungspraxis, wird in diesem "Meet & Greet" näher in die Geschichte, die Bautechnik, die Spielpraxis und das Repertoire des Cembalos einführen und direkt am Instrument mit Beispielen unterlegen. Anschließend wird er mit Klavierschülerinnen und -schülern in einem Workshop an konkreten Werken arbeiten. Zur Einführung ebenso wie zum Workshop sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Teilnehmerzahl für eine aktive Teilnahme, also das Spielen und Arbeiten am Cembalo, ist begrenzt.

Teilnahmegebühren:

Passive Teilnahme: EUR 10,-
Aktive Teilnahme (begrenzte Teilnehmerzahl): EUR 25,-

Nähere Informationen und Anmeldung unter
0664 91 98 260 oder schlosskonzerte@gleinstaetten.net


Peter Waldner


© privat

© privat

Der Cembalist und Organist Peter Waldner stammt aus Mals im Vinschgau und studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der Leopold-Franzens Universität Innsbruck sowie Cembalo, Orgel und Klavier am Tiroler Landeskonservatorium bei Reinhard Jaud und Bojidar Noev. Von 1992 bis 1995 spezialisierte er sich mit Hilfe eines Stipendiums des Landes Tirol und des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst in Holland, Frankreich und der Schweiz auf die Interpretation Alter Musik an historischen Instrumenten: Er studierte Cembalo bei Gustav Leonhardt in Amsterdam und William Christie in Paris, erhielt Unterricht bei Hans van Nieuwkoop und Kees van Houten an den historischen Orgeln von Amsterdam, Haarlem, Alkmaar und Helmond und bildete sich bei Jean-Claude Zehnder an der „Schola Cantorum“ Basel im Clavichord- und Orgelspiel fort. Weiters besuchte er Meisterkurse etwa von Gustav Leonhardt, Luigi Ferdinando Tagliavini, Jean-Claude Zehnder, Jesper Christensen, Kenneth Gilbert, Harald Vogel, Pierre Hantai und Daniel Roth. 1989 erhielt Peter Waldner ein Stipendium der Klavierfirma Bösendorfer Wien, 1991 den Musikförderungspreis der Tiroler Sparkassen und 1994 den Jacob-Stainer-Preis des Landes Tirol.

Peter Waldner gilt als profunder Kenner des reichhaltigen Repertoires für die Tasteninstrumente Cembalo, Orgel, Fortepiano und der entsprechenden historischen Aufführungspraxis. Sein interpretatorisches Interesse gilt vor allem der Musik der Renaissance, des Barock, der Frühklassik sowie insbesondere dem kompositorischen Schaffen Johann Sebastian Bachs, dessen Orgel- und Cembaloschaffen er in einem groß angelegten Zyklus zu neuem Leben erweckt. Er ist weiters künstlerischer Leiter der Konzertreihe für Alte Musik „Innsbrucker Abendmusik“ und Gründer des Tiroler Ensembles für Alte Musik „vita & anima“ Regelmäßig konzertiert er auf verschiedensten historischen Tasteninstrumenten, an Orgel, Cembalo, Virginal, Spinett, Clavichord, Lautenclavier und Fortepiano.

Eine rege Konzerttätigkeit führte ihn in die wichtigsten Länder Europas, bei vielen Festivals für Alte Musik war er zu Gast. Zahlreiche CD- und verschiedene Rundfunkaufnahmen (ORF, RAI, Holländischer Rundfunk KRO) dokumentieren seine Vielseitigkeit. Seit 1994 spielt Peter Waldner in regelmäßigen Abständen CDs mit Alter Musik an historischen Tasteninstrumenten ein, die u. a. beim ORF Tirol und Vorarlberg, bei „Extraplatte“ Wien und in der ORF-Edition Alte Musik erschienen und von der internationalen Fachpresse sehr positiv rezensiert wurden. Seine beiden CDs „Orgellandschaft Ritten I & II“ wurden mit dem Pasticcio-Preis des Österreichischen Rundfunks Ö1 ausgezeichnet. Er arbeitet regelmäßig mit anerkannten Ensembles, darunter La Capella Reial de Catalunya & Le Concert des Nations (Jordi Savall), Atalanta Fugiens Milano, La Venexiana, Prihsna Ensemble, Les Sacqueboutiers de Toulouse, Piccolo Concerto Wien und Oni Wytars.

Seit 1988 ist Peter Waldner Organist der Landschaftlichen Pfarre Mariahilf in Innsbruck. Derzeit unterrichtet er Cembalo, Orgel und Generalbass am Tiroler Landeskonservatorium und am Mozarteum in Innsbruck.

www.peterwaldner.at


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