©Markus Sepperer

Sommerna❨ht und Wℹ︎nterreise

Trio Früh∫tück

 

©Markus Sepperer

 

22. Oktober 2022 | 19:45 Uhr

"Sommernacht" und "Winterreise"
Trio Frühstück
Maria Sawerthal, Violine
Sophie Abraham, Violoncello
Clara Frühstück, Klavier

Programm

FELIX MENDESSOHN BARTHOLDY (1809–1847)
Scherzo aus Ein Sommernachtstraum op. 61
(Fassung für Klaviertrio: Oberon Trio/ Mansoor Hosseini)

CHARLOTTE BRAY (*1982)
That crazed smile (2014)

ANGELA TRÖNDLE (*1983)
Auftragswerk (2022)

P A U S E

FRANZ SCHUBERT (1797–1827)
Trio in Es-Dur D929:
Allegro
Andante con moto
Scherzo. Allegro moderato – Trio
Allegro moderato


Die Nacht, die uns der Augen Dienst entzieht,
macht, daß dem Ohr kein leister Laut entflieht.
Was dem Gesicht an Schärfe wird benommen,
muß doppelt dem Gehör zugute kommen…

William Shakespeare, Ein Sommernachtstraum,
Übers. A. W. Schlegel)

Immer wieder diente William Shakespeares A Midsommer nights dreame, das August Wilhelm Schlegel und Ludwig Tieck 1789 als Ein Sommernachtstraum erstmals ins Deutsche übersetzen, Komponisten als Inspiration und Vorlage. Felix Mendelssohn Bartholdy etwa wurde schon als 17-Jähriger zur Komposition einer Ouvertüre angeregt, die er später um weitere Teile ergänzte, darunter das nervös-treibende Scherzo. Auch Charlotte Brays That crazed smile, ein stimmungsvolles, in traumartiger Atmosphäre verwobenes Fantasiestück, bezieht sich direkt auf Shakespeares Komödie.
Der von ihm entworfenen Feenlandschaft vor den Toren Athens stellt das Trio Frühstück die düstere Winterlandschaft aus Schuberts Winterreise entgegen. Der bekannte Liederzyklus entstand 1827, im Jahr vor Schuberts Tod, genau wie das monumentale Klaviertrio in Es-Dur, das insbesondere im zweiten Satz auch der Stimmungswelt der Winterreise nahesteht.
Aus beiden Ausdrucksbereichen schöpft schließlich das eigens für dieses Programm geschriebene Auftragswerk Ángela Tröndles, über das die Salzburger Komponistin u. a. selbst sagt: „Die zwei Jahreszeiten Sommer und Winter im Fokus, zum einen das volle Strahlen und Blühen im Sommer, aber auch extreme Temperaturen, die Natur & Mensch oftmals herausfordern; und zum anderen der Winter, das ausklingende Jahr, die Vollendung eines Zyklus. Eine Zeit, in der wir Menschen oft das Bedürfnis nach Rückzug und Innehalten verspüren.“



 



© Julia Wesely

Trio Frühstück

Verbunden durch ihre besondere Leidenschaft für die Musik der Wiener Klassik und ihr reges Interesse an zeitgenössischer Musik gründeten Clara Frühstück, Maria Sawerthal und Sophie Abraham im Jahr 2010 das Trio Frühstück. Das Ensemble studierte bei Claus-Christian Schuster (Altenberg Trio Wien) am Konservatorium Wien/ Privatuniversität und bei Johannes Meissl (Artis Quartett Wien) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und erhielt weitere musikalische Impulse von Henri Sigfridsson (Berlin), Reinhard Latzko und Teresa Leopold (Wien). Das Trio Frühstück konzertiert im In- und Ausland und brachte unter anderem 2011 zum 75. Geburtstag von Iván Eröd dessen Klaviertrio Nr. 1 in Budapest zur Aufführung. Seither besteht ein enger Kontakt zum Komponisten, der 2016 seine Milchzahnlieder für das Trio Frühstück arrangierte. Es folgten u. a. Einladungen des Teatru Manoel in Valetta (Malta), der Suntory Hall Tokio, sowie das Debut im Wiener Musikverein im März 2014. Weitere Einladung im Musikverein Wien folgten nach dem Konzert. Im Herbst 2014 erschien die erste CD des Trio Frühstück, „Mosaïque“, mit Werken von Joseph Haydn, Thomas Wally und Johannes Brahms beim österreichischen Plattenlabel Gramola. Das Musik-Nachwuchsprogramm des österreichischen Außenministeriums, NASOM (New Austrian Sound of Music) führte das Trio Frühstück im letzten Jahr rund um den Globus, von Laibach über Stavanger bis nach Teheran. Weiters besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Jeunesse Österreich, dazu gehören u. a. Auftritte in den Zyklen „Triolino“ und „Piccolo“ im Wiener Konzerthaus. Das Trio Frühstück ist mittlerweile Gast bei so renommierten Festivals wie den Haydn Festpielen Eisenstadt (September 2015), den Schubertiaden Atzenbrugg oder dem Festival Wien Modern, in dessen Rahmen die drei Musikerinnen ihre Vorliebe für ungewöhnliche Konzertorte zeigen konnten und im Wiener Club „Elektro Gönner“ konzertierten. Zukünftige Projekte umfassen eine enge Zusammenarbeit mit zeitgenössischen KomponistInnen, so sind einige Werke für das Trio in Auftrag gegeben. Ein großer Schwerpunkt 2017 wird das Thema „Frauen in der Musik“ sein. Am 17. März 2017 wird das Trio Frühstück im Brahmssaal des Wiener Musikvereins eigens für das Trio komponierte Werke von Olga Neuwirth und Manuela Kerer uraufführen und diese Musik von Frauen vergangener Jahrhunderte gegenüberstellen.

www.triofruehstueck.com



 


© Trio Frühstück

Maria Sawerthal
(Violine)

studierte bei Michael Schnitzler und Christian Altenburger an der an der Musikuniversität ihrer Heimatstadt Wien sowie – unterstützt durch ein Leistungsstipendium des österreichischen Bildungsministeriums – bei Jonathan Crow an der McGill University Montreal. Zudem absolvierte die Geigerin Meisterkurse bei Nikolaj Znaider, Ernst Kovacic und Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, und sie war Stipendiatin der von Yehudi Menuhin gegründeten Stiftung „Live Music Now“.
Seit 2010 ist Maria Sawerthal Mitglied der Camerata Salzburg. Daneben substituiert sie regelmäßig in Orchestern wie den Wiener Symphonikern oder dem RSO Wien des ORF und erhält dabei vielfältige musikalische Impulse, die sie auch in ihre kammermusikalischen Projekte einfließen lässt.

© Trio Frühstück

Sophie Abraham
(Violoncello)

Kammermusikalisch. Solistisch. Programmatisch. Leidenschaftlich.
Die 1986 geborene Cellistin Sophie Abraham komponiert, interpretiert und improvisiert mit großer Lust entlang musikalisch-kreativer Grenzüberschreitungen. Zwischen Klassik, zeitgenössischen Kompositionen und experimentellen Klanglandschaften.
Im radio.string.quartet, im Trio Frühstück, im Ensemble Scurdia, mit Folke Tegetthoff, in ihren Soloprogrammen. Im Zentrum für Musikvermittlung Wien und in der Musikschule an St. Pölten unterrichtet sie mit Freude und Interesse an der dabei entstehenden Interaktion. Zahlreiche Preise, Stipendien und Kompositionsaufträge für Werbung und Film.

www.sophie-abraham.com

© Trio Frühstück

Clara Frühstück
(Klavier)

entdeckte bereits im Alter von drei Jahren ihre Leidenschaft fürs Klavierspiel. Künstlerisch begleitet wird sie von Viola Karal, James McChesney, Johannes Kutrowatz, Markus Schirmer, Paul Badura-Skoda, Rudolf Kehrer und Matti Raekallio. Auf Studien an der Musikuniversität Wien und der Kunstuniversität Graz folgten eine postgraduale Ausbildung bei Henri Sigfridsson an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ sowie Kammermusikstudien beim Altenberg Trio an der Konservatorium Wien Privatuniversität und bei Ralf Gothóni an der Escuela Superior de Música Reina Sophía in Madrid. Clara Frühstück ist Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbspreise. Solistisch sowie als Solistin im Orchester konzertierte sie im In- und Ausland, u. a. bei der Styriarte Graz, beim Lisztfestival Raiding und 2011 beim Lisztmarathon in Budapest.
Als Kammermusikerin ist die Künstlerin abseits des Trios auch in anderen Ensembles und als Liedbegleiterin tätig, wobei ihr die Zusammenstellung außergewöhnlicher Konzertprogramme durch die Verbindung von Alter und Neuer Musik sowie die direkte Zusammenarbeit mit Komponisten besondere Anliegen sind. Auf ihre 2006 veröffentlichte Debüt-CD „Die Betrachtung des Sterns“ mit Werken von Bach bis zur Moderne folgten 2011 eine DVD mit Werken von Liszt, Beethoven, Ravel und Beat Furrer sowie 2013 die mit Agnes Palmisano aufgenommene CD „Halt es fest das Leben“ mit Liedern von Walter Deutsch, Texte: Emil Breisach.

www.clarafruehstueck.com




© Klemens Sander
An die ferne Gelieᴮte

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