8. Februar 2026 | 11:00
Doppelt und Dreifach
Ernst Friessnegg – Violine
Christian Peyr – Violoncello
Philipp Scheucher – Klavier
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Violinsonate in D-Dur, op. 12 Nr. 1
1. Allegro con brio
2. Tema con Variazioni. Andante con moto
3. Rondo. Allegro
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
Klaviertrio Nr. 1 in c-moll, op. 8
Andante – Allegro (in einem Satz)
Claude Debussy (1862–1918)
Violinsonate
1. Allegro vivo
2. Intermède. Fantastique et léger
3. Finale. Très animé
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Klaviertrio Nr. 1 in d-Moll, op. 49
1. Molto allegro ed agitato
2. Andante con moto tranquillo
3. Scherzo. Leggiero e vivace
4. Finale. Allegro assai appassionato
Es ist das Meistertrio der Gegenwart…
Eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird.
Robert Schumann über das Trio von Felix Mendelssohn Bartholdy (1840)
Musik verbindet – nicht nur beim Hören, sondern auch beim Spielen: Wer die Schlosskonzerte seit Längerem verfolgt, dem sind sowohl Ernst Friessnegg als auch Philipp Scheucher bestens bekannt. Während Ersterer als Solist, Kammermusiker und Orchesterleiter seit Jahrzehnten zu den Grundpfeilern des Musiklebens in der Region zählt, gab Scheucher 2015 im Alter von 22 Jahren sein Debut in Gleinstätten. Ein Jahrzehnt und fünf Konzerte später gehört auch er als Solist wie als Kammermusiker zu den Stammgästen unserer Reihe. Und nachdem die beiden 2021 bereits einen Duo-Abend in Gleinstätten gestaltet haben, kehren sie heuer mit Verstärkung zurück: Gemeinsam mit dem Cellisten Christian Peyr präsentieren sie uns ein abwechslungsreiches Programm in unterschiedlichen Besetzungen. So stehen den beiden Sonaten für Violine und Klavier von Ludwig van Beethoven und Claude Debussy zwei Klaviertrios von Felix Mendelssohn Bartholdy und Dmitri Schostakowitsch gegenüber. Vor allem Mendelssohns Trio in d-Moll, 1839 komponiert und im Jahr darauf von ihm persönlich am Klavier uraufgeführt, gilt heute als ein Meilenstein der Kammermusik der Zeit. Das erkannten bereits Mendelssohns Zeitgenossen: Als „Meistertrio der Gegenwart“, wie es „ihrerzeit die von Beethoven und das von Schubert waren“, wurde das Werk von keinem Geringeren als dem bekannten Komponisten Robert Schumann gepriesen.
© Privat
Ernst Friessnegg (Violine)
entfaltete nach seinem Musikstudium in Graz eine reiche, internationale Tätigkeit als Solist und Kammermusiker; Konzertreisen führten ihn durch Europa bis Afrika, in den Nahen Osten und nach Pakistan. 1978 gründete er das Grazer Streichtrio, später das Streichorchester Ernst Friessnegg. Bis 2016 war er Konzertmeister im Grazer Philharmonischen Orchester. Daneben lehrte er bis 2015 an der Musikschule Deutschlandsberg und organisierte zahlreiche Kurse und Workshops.
Christian Peyr (Cello)
Studium an der Kunstuniversität Graz bei Josef Ableitner, Florian Kitt, Jannis Chronopoulos, Philippe Muller, Kerstin Feltz und an der Kunstuniversität Wien bei Wolfgang Herzer. Meisterkurse unter anderem bei Paul Tortelier, Philippe Muller, Christoph Kilian, Judith Kiss-Domonkos und Emil Klein. Auf Kammermusikstudien bei Herbert Blendinger, dem Franz-Schubert-Quartett, dem Artis-Quartett, dem Prager-Streichquartett, dem Bartok-Quartett, dem Amadeus-Quartett und dem Alban-Berg-Quartett folgte eine intensive kammermusikalische Tätigkeit mit dem Orbis-Quartett und in verschiedenen anderen Ensembles. Seit 2004 ist er Mitglied des Alea-Quartetts.
Er wirkte bei Festivals in Österreich und Japan mit, auch als Solist führten ihn Konzertreisen durch Europa und bis Asien.
Seit 1995 Lehrer für Violoncello an der Musikschule Gleisdorf, seit 1998 Lehrbeauftragter an der Kunstuniversität für Musik in Graz und Mitglied der Haydn-Akademie. Seit 2001ist er Mitglied des Grazer Philharmonischen Orchesters und des Orchesters "recreation - Großes Orchester Graz".
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© Andrej Grilc
Philipp Scheucher (Klavier)
Der aus Weiz gebürtige Pianist studierte Klavier in Graz bei Markus Schirmer, absolvierte 2021 sein Konzertexamen in Köln bei Ilja Scheps und 2022 sein „Artist Diploma“ am renommierten Royal College of Musik in London bei Dorian Leljak und Ian Jones. Seine Konzerttätigkeit führt ihn seitdem um die ganze Welt, unter anderem nach Japan, Südafrika, Kanada, Brasilien, Russland, China sowie in die Vereinigten Staaten. Er wurde sowohl bei internationalen Klavierwettbewerben als auch für seine Studioaufnahmen wiederholt ausgezeichnet. Philipp Scheucher hat einen Lehrstuhl am Johann-Joseph-Fux Konservatorium in Graz und ist Dozent bei zahlreichen internationalen Meisterkursen.